Was bedeutet eigentlich

Wenn wir über die Themen Mobilität und Raum sprechen, kommen wir nicht um die Verwendung einiger Fachbegriffe herum. Damit du nicht im Dschungel der Planer*innen-Sprache verloren gehst, haben wir hier die wichtigsten Abkürzungen und Fachbegriffe zusammengestellt.

a

Der Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. vertritt die Interessen von KFZ-Haltern in Deutschland. 

Der Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. vertritt die Interessen von Fahrradfahrern.

Anliegerverkehr ist es gestattet Gesperrte Straße, die nur für Anlieger frei sind, zu benutzen.

Eine Außerortsstraße ist eine Straße außerhalb einer geschlossenen Ortschaft.

b

Die Barrierefreiheit ist gewährleistet, wenn Menschen, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten, ihrer Wahrnehmung oder ihren kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt sind, in keinster Weise durch ihre Umwelt beeinträchtigt werden. Dies umfasst z.B. den barrierefreien Straßenraum, die digitale Barrierefreiheit und Gesetzestexte in leichter Sprache.

Der Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung. Definiert somit, ob und wie ein Grundstück bebaut werden kann.

Der Bundesfachschaftsrat für Stadt- und Raumplanung wird jedes Jahr auf der BuFaKo gewählt. Er vertritt die Studierendenschaft der deutschsprachigen Vollstudiengänge der Raumplanung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Binnenverkehr beschreibt Verkehrsströme, die innerhalb eines Gebiets verbleiben.

Das Bürgerbegehren ist ein Antrag, z.B. mittels einer Unterschriftenliste, der Bürger*innen an die Gemeindevertretung, einen Bürgerentscheid durchzuführen.

Der Bürgerentscheid ist eine Abstimmung der Bürger*innen über eine kommunalpolitische Sachfrage.

Eine Bürgerinitiative ist eine politische Vereinigung von Bürger*innen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung meist nur ein spezielles Ziel verfolgen, z.B. dass eine Umgehungsstraße gebaut wird.

Die Bundesfernstraße ist ein Sammelbegriff für Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Der Erhalt und Bau wird durch den Bund getragen.

Die Bundesfachschaftenkonferenz ist die beschlussfähige Versammlung von Studierenden der Vollstudiengänge der Stadt- und Raumplanung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

c

Carsharing ist die Organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von KFZ.

Kohlenstoffdioxid, auch Kohlendioxid, ist ein Emissionsstoff der hauptsächlich von motorisierten Fahrzeugen erzeugt wird.

d

Dezibel, Maßeinheit des Schalldrucks/der Lautstärke

Der demographische Wandel ist die Bezeichnung der Bevölkerungsentwicklung insbesondere im Hinblick auf die Altersstruktur, die Entwicklung der Geburtenzahl und Sterbefälle.

In Deutschland ist der demografische Wandel dadurch gekennzeichnet, dass seit Anfang der 1970er-Jahre die Geburtenrate niedriger ist als die Sterberate, weshalb die Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung sinken würde. Ein weiteres Kennzeichen ist die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung, was bei zurückgehender Geburtenrate zu einem größeren Anteil der älteren Bevölkerung im Vergleich zum Anteil der jüngeren Bevölkerung führt.

Der Durchgangsverkehr beschreibt Verkehrsströme durch ein Gebiet, deren Ziel und Quelle außerhalb liegen.

e

Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit Elektromotor oder elektrischer Tretunterstützung.

Die Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen ist ein Standardwerk für Grundlagen der Planung für Fußgängerverkehr.

Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ist ein Standardwerk und maßgebliches technisches Regelwerk für Planung, Entwurf, Bau und Betrieb von Radverkehrsanlagen in Deutschland.

Die Europäische Union ist ein Verbund aus 28 Staaten.

f

Der Fachbereich 06 umfasst die Fachrichtungen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung.

Die “fachschaft asl” vertritt die Studierendenschaft des Fachbereichs 06 an der Universität Kassel.

Eine Fahrradstraße ist eine für den Radverkehr vorgesehene Erschließungsstraße, die für KFZ nur eingeschränkt zugelassen ist.

Der Fernverkehr ist der kontinentaler und großräumiger Verkehr.

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen Gibt unter anderem die EFA heraus und forscht zu verkehrsrelevanten Themen.

Ein Fußgängerüberweg ist z.B. ein Zebrastreifen.

Der Flächennutzungsplan (auch als vorbereitender Bauleitplan bezeichnet) schreibt die grundlegenden Nutzungen aller Flächen innerhalb einer Verwaltungseinheit (z.B. Stadt oder Gemeinde) vor.

Der Freizeitverkehr ist Verkehr, der keinem rationalen Grund hat sondern nur eine Freizeitbeschäftigung nach sich zieht.

Die Fußgängerzone ist dem Fußgängerverkehr vorbehaltenes Straßennetz. Ausnahmsweise ist Lieferverkehr, Anliegerverkehr, ÖPNV oder Fahrradverkehr zugelassen.

g

Der Güterverkehr beschreibt die Beförderung von Gütern.

h

Eine Hauptverkehrsstraße ist eine lokal besonders verkehrswichtige, bevorrechtigte Straße innerhalb einer geschlossenen Ortslagel.

Als Hub wird ein Logistischer Knoten mit zentraler Bedeutung bezeichnet.

i

Intercityzüge bzw. Eurocity-Züge (Eisenbahnfernverkehr)

Die Intermodalität ist die  Verkettung verschiedener Verkehrsmittel für eine Wegstrecke (z.B. die Nutzung des Fahrrads und einer Regionalbahn zum Erreichen des Arbeitsorts).

Der Individualverkehr ist der Personenverkehr mit nicht allgemein zugänglichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß.

k

Kraftfahrzeug oder auch Auto genannt

der Kilometer ist eine Maßeinheit des metrischen Systems

l

Ein Leitfaden, ist ein kurzer Ratgeber, der das Leitbild und unterstützende Maßnahmen umschreibt.

Logistik ist das Management der Beförderung von Gütern, Personen, Informationen oder Energie.

Eine Lichtsignalanlage wird umgangssprachlich auch Ampel genannt.

Ein Landschaftsschutzgebiet ist ein rechtsverbindlich festgelegtes Gebiet, in dem ein besonderer Schutz für Natur und Landschaft festgeschrieben ist.

m

Mobilität in Deutschlan ist eine repräsentative Erhebung zum Mobilitätsverhalten deutscher Bürger, wurde 2002 und 2008 durchgeführt.

Der Motorisierte Indiviualverkehr beschreibt die Individuelle Nutzung von Kraftfahrzeugen, wie PKWs oder Krafträdern.

Ein Mobilitätskonzept ist die Darstellung der angestrebten künftigen Verkehrsinfrastruktur und des Verkehrsverhaltens als Ergebnis raum- und verkehrsplanerischer Untersuchungen, z.B. in einem Verkehrsentwicklungsplan.

Ein Mobilitätsort ist ein systemübergreifender Verkehrsknotenpunkt. Orte an denen die Fortbewegung von einem Ort zu einem anderen per Verkehrsmittel im Vordergrund steht. Dieser Begriff ist dehnbar und nicht endgültig festgelegt.

Der Modal Split ist die Analyse des Verkehrsaufkommens nach verschiedenen Verkehrsmitteln.

Die Multimodalität beschreibt die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel für verschiedene Fahrten (z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit und mit dem ÖPNV zum Schwimmbad).

n

Die Nahmobilität beschreibt die Zurücklegung von kurzen Strecken.

Der Nahverkehr beschreibt den Verkehr, der kurze Strecken zurücklegt

Nahversorgung ist die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs in kurzer Entfernung.

Der Nationale Radverkehrsplan ist ein Rahmenplan für die Radverkehrsförderung des Bundes. Aktuell läuft der NRVP 2020.

Die Netzgestaltung ist die Planung und Durchführung eines differenzierten Systems von Verkehrswegen.

Die Netzplanung ist die Bestimmung der von Verkehrsangeboten benutzbaren Infrastruktur.

Der nicht motorisierter Individualverkehr ist die Individuelle Fortbewegung durch nicht motorisierte Verkehrsmittel und zu Fuß.

Der Nulltarif ist ein Konzept, den ÖPNV kostenlos zur Verfügung zu stellen.

o

Öffentlicher Personennahverkehr ist Personenverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf Strecken bis 50 km.

Der öffentliche Verkehr umfasst alle Mobilitätsdienstleistungen, die theoretisch für jeden zugänglich sind. Dazu zählen der öffentliche Gütertransport und der öffentliche Personenverkehr.

p

Das Pedelec ist ein Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h und 250 W Leistung.

Das Planer*innentreffen ist eine jedes Semester stattfindende Konferenz von Stadt- und Raumplanungsstudierenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr Infos dazu findet Ihr hier.

Ein Personenkraftwagen ist ein Fahrzeug zur Personenbeförderung mit mindestens vier Räder.

q

Der Quellverkehr ist die Summe der Verkehrsströme, die in einem Gebiet beginnen.

Der Querschnitt ist ein vertikaler Schnitt durch eine Straße, anhand dessen der Straßenaufbau dargestellt werden kann.

r

Der Radentscheid ist eine Initiative, die sich dafür einsetzt, die verkehrliche Infrastruktur für Fahrradfahrende zu verbessern. Hierfür soll ein Bürgerentscheid die Stadtverwaltung zur Umsetzung der Forderungen verpflichten. Ein Radentscheid wurde deutschlandweit in mittlerweile über 7 Städten initiiert.

Ein Radverkehrskonzept ist die Darstellung der angestrebten Maßnahmen für die Förderung des Radverkehrs als Ergebnis raum- und verkehrsplanerischer Untersuchungen.

Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen ist ein rechtsgültiges, technisches Regelwerk für den Bau von Stadtstraßen.

Die Richtlinien für integrierte Netzstraßen ist ein übergeordnetes Regelwerk für die funktionale Gliederung der Verkehrsmittel und Verkehrsinfrastruktur.

s

Shared Space ist eine Fahrbahn, die eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden zum Grundsatz hat. Dies wird z.B. gestalterisch durch den Verzicht einer baulichen Aufteilung der Fahrbahn umgesetzt.

Schienengebundener Personennahverkehr, beschreibt die Verkehrsleistung der Eisenbahnunternehmen im ÖPNV Deutschlands.

Stadtbahn ist ein Sammelbegriff für sämtliche städtische Schienenverkehrssysteme des öffentlichen Personennahverkehrs (Straßen-,U-, und S-Bahn).

Die Stadtstraße beziehungsweise Innerortsstraße ist in Deutschland eine Straße innerhalb einer geschlossenen Ortschaft, charakteristisch ist die begleitende Bebauung und vielseitige Nutzung (Fuß-,Radverkehr etc.).

Die Straßenplanung ist die Systematische Vorbereitung von Maßnahmen zum Neubau oder zur Änderung von Straßen.

Die Straßenverkehrsordnung ist ein Gesetzestext zur Regelung der Verkehrsteilnahme und des Verkehrsverhaltens auf öffentlichen Verkehrsflächen.

u

Der Umgehungsverkehr beschreibt eine Außerortsstraße zur Entlastung oder Abschaffung einer Ortsdurchfahrt.

Als Umweltverbund wird ein Zusammenschluss von umweltverträglichen Verkehrsmittel bezeichnet.

v

Verkehrsclub Deutschland e.V. ist ein Club der für Nachhaltige und sichere Mobilität einsteht.

Der Verkehr beschreibt den Ortswechsel von Personen, Gütern, Nachrichten oder Energie. 

Die Verkehrsanalyse ist die Erfassung, Beschreibung und Bewertung einer bestehenden Verkehrssituation.

Das Verkehrsaufkommen ist die Anzahl der Ortswechsel von Verkehrsteilnehmenden je Zeiteinheit in einem Erhebungsgebiet.

Ein Verkehrsentwicklungsplan ist die Darstellung der angestrebten künftigen Verkehrsinfrastruktur und des Verkehrsverhaltens als Ergebnis raum- und verkehrsplanerischer Untersuchungen.

Der Verkehrsknotenpunkt ist die Bauliche Anlage, die der Verknüpfung von Verkehrswegen dient, wie z.B. eine Kreuzung.

Die Verkehrsplanung ist die zielgerichtete Gestaltung von vornehmlich öffentlichen Verkehrssystemen.

DIe Verkehrsprognose ist die Schätzung einer zukünftigen Verkehrssituation.

EIne Verkehrsuntersuchung ist ein Oberbegriff für Verkehrsanalysen und -prognosen.